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Ostoporose


THEMA
Vitamin D

Was genau verbirgt sich hinter dem Begriff „Osteoporose"?

Ab circa 35 Jahren schwindet altersbedingt die Knochenmasse -
zumeist sehr langsam und unbemerkt. Mit 70 Jahren hat sie sich
im Normalfall um etwa ein Drittel reduziert. Eine Osteoporose
(Knochenschwund als Stoffwechselerkrankung) liegt vor,
wenn sich die Knochen unverhältnismäßig schnell abbauen.
Sie werden porös und verlieren die Fähigkeit den Körper zu tragen.
Die Knochen schmerzen besonders im Rücken, die Körpergröße
schwindet, und die Knochen verformen sich (BuckeI).

Die Folge sind schließlich auch Brüche hauptsächlich an Wirbel-
säule und Oberschenkelknochen seIbst bei leichten Unfällen
oder sogar scheinbar ganz ohne Anlass.


Osteoporose
Osteoporose hat sich
zu einer Volkskrankheit
entwickelt.
Das höchste Risiko für
diese Erkrankung haben
weiße Frauen
nach der Menopause
(Quelle: DAZ)

Osteoporose ist Frauensache... Von wegen!

Fast zwanzig Prozent aller Erkrankungen treten
mittlerweile bei Männern auf. Besonders gefährdet
sind Raucher, so Dr. Jutta Semler aus Berlin, aber
auch Männer mit Testosteronmangel, familiärer
Belastung, kalziumarmer Ernährung, regelmaßigem
Alkoholkonsum, starken Verdauungs-Problemen,
Bewegungsmangel oder einer längeren Therapie
mit Kortikoiden.

Eine Kalzium- und Vitamin D-Einnahme ist hier haufig
sinnvoll. Profitieren können Männer, bei denen die
Osteoporose auf keine bekannte Vorerkrankung
zurückzuführen ist, jedoch auch von einer zusätzlichen
Fluorid-Gabe. Letzteres sollte in der richtigen Dosierung
vom Arzt eingestellt werden.


kranker Knochen

kranker Knochen
(Quelle: Ortho-Press)


So stoppen Sie den Knochenschwund

Frühzeitig Eingreifen: Schon in der Jugend beginnen, im Alter fortsetzen /
Ein Oberschenkelhalsbruch entwickelt sich sonst zu einer regelrechten Killerkrankheit.
Jede vierte Frau jenseits der 50 hat morsche Knochen. Drei bis vier Milliarden Mark
kostet die Osteoporose pro Jahr, und dazu tragen die Folgen der Knochenbrüche eine
Menge bei. Frühzeitige und kompromisslose Prophylaxe konnte hier viele Leiden lindern
- vor allem aber auch verhindern.

Besonders gefürchtet ist die bei Knochenbrüchigkeit
erhöhte Rate an Oberschenkelhalsfrakturen.
Jeder fünfte Betroffene muß anschließend ins Pflegeheim,
warnte deshalb auch Professor Helmut Minne
aus Bad Pyrmont beim diesjahrigen Internistenkongress
in Wiesbaden.
Doch so weit müsste es gar nicht kommen!
Der gefürchteten Knochenbrüchigkeit kann nämlich
recht gut vorgebeugt werden.


Vorbeugung: Sport und gesunde Ernährung sind das A und O

Regel Nr. 1.:
Am sinnvollsten ist es, gesunde Knochen so zu stärken,
dass es erst gar nicht zur Brüchigkeit kommt. Ob jemand
im Alter eine Osteoporose entwickelt, hängt wesentlich
davon ab, wieviel Knochenmasse bis zum 30. Lebensjahr
aufgebaut wird, d.h. welcher Spitzenwert der Knochenmasse
bis dahin erreicht wird.

Von diesem Konto kann dann, etwa ab dem 35. Lebensjahr -
wenn die Knochenmasse kontinuierlich abnimmt - mehr oder
weniger lange gezehrt werden. Bereits im Kindes- und
Jugendalter sollte daher, durch kalziumreiche Ernährung
und Sport, möglichst viel Knochenmasse aufgebaut werden.


gesunder Knochen

gesunde Knochendichte
(Quelle: Ortho-Press)
Erschreckende Bilanz derzeit bei der Jugend

"Die Realität sieht in Deutschland aber leider noch anders aus`''
beklagt Dr. Jutta Semier aus Berlin.

So betrage die tägliche Kalzium-Aufnahme nach Studien der Deutschen GeseIlschaft
für Ernährung durchschnittlich nur 580 Milligramm. Empfohlen wird jedoch eine tägliche
Zufuhr von 1000 Miiligramm fiir Erwachsene und Kinder bis zum sechsten Lebensjahr.

Kinder und Jugendliche bis zum 20. Lebensjahr sollten sogar 1500 Milligramm Kalzium
täglich aufnehmen. Milch und Milchprodukte, einzelne Käsesorten wie Gouda,
Gemüse, v.a. Grünkohl, Brokkoli, Fenchel und Lauch und verschiedene Mineralwässer
(Bad Mergentheimer AlbertsqueIle, Viktoria-Brunnen-Lahnstein) sind zwar kalziumreich,
dennoch empfehlen Experten Jugendlichen wie Erwachsenen dringend die ergänzende
Einnahme eines Kalziumproduktes. Hauptgrund hierfür ist auch der häufge Verzehr von
wahren "Kalziumkillern": Durch phosphatreiche Lebensmittel wie Fleisch- und Wurstwaren,
aber auch Süßigkeiten und Cola wird das Knochenwachstum nämlich besonders stark
beeinträchtigt. Auch bei Alkohol und Koffein sollte Zurückhaltung geübt werden.


Vitamin D

(Quelle: PTA-heute)

Vitamin D-Bedarf steigt massiv

Der Knochen benötigt zusätzlich auch Vitamin D, um das Kalzium aus
dem Magen-Darm-Trakt aufzunehmen. Butter, Ei, stärker aber noch
Seefisch und Lachs sind Hauptlieferanten dieses Vitamins, werden
insgesamt aber eher selten verzehrt. Deshalb, so Professor Michael
Holick von der Universität Boston in den USA, sollte vor allem ab dem
50 Lebensjahr zusätzlich an Vitamin D-Produkte aus der Apotheke
gedacht werden.
Sich vieI im Freien und an der Sonne zu bewegen, kurbeIt zusätzlich
die körpereigene Vitamin D-Produktion an.


Sollten all diese stark vorbeugenden Maßnahmen nicht ausreichen,
dann ist der Arzt gefragt. Er kann mittels Laboruntersuchungen,
Röntgenaufnahmen oder auch z. B. mit Hilfe einer Knochendichte-
messung- im Fachjargon Osteodensiometrie genannt - feststeIlen,
wie weit der Knochenschwund fortgeschritten ist.
Unter Umständen wird er dann, um die Knochenmineraldichte weiter
zu stärken, eine tiefergehende, medikamentöse Therapie in die
Wege leiten.

Dafür stehen ihm ganz gezielte Medikamente wie Vitamin D-Metabolite,
Fluorsalze, das Hormon Calcitonin, aber auch recht neue Therapieansätze
mit Bisphosphonaten und selektiven Ostrogenrezeptor-Moclulatoren
(SERM) zur Verfügung.

Frauen in den Wechseljahren erhalten heutzutage meist ohnehin, um
die klimakterischen Beschwerden einzudämmen, Geschlechtshormone.
Auch diese heIfen die Osteoporose in Schach zu halten.

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TIPP

Hier bekommen Sie Hilfe:

• Bundesselbsthilfeverband     
für Osteoporose e.V.,
Kirchfeldstraße 149,
40215 Düsseldorf,
Tel. 02 l l /31 91 65.

• Fragen Sie zu
Osteoporose auch Ihre
Quellen-Apotheke.

Bewegung Auch Boris Becker trainiert seine Knochen

Mit körperlicher Bewegung zahlen Sie täglich auf Ihrer
Knochenbank ein. Die kraftvollen Schläge von Boris
Becker in Wimbledon und bei anderen Grand-Slam-
Turnieren waren nur durch das gute Zusammenspiel
von Muskulatur und Knochen möglich. Schließlich erzeugt
der Muskel die Kraft, die den Knochen in Bewegung setzt.

Ein kräftiger Muskel benötigt aber auch kräftige Knochen -
sonst würde der kräftige Muskelzug ihn zerstören.

Sich regen
bringt Segen:
Wenn Sie körperlich aktiv sind,
freuen sich Ihre Knochen.
(Quelle: PTA-heute)

Kräftige Muskeln regen also die Tätigkeit der
knochenbildenden Zellen, der sogenannten
„Osteoblasten" an, die hier gegenüber den
knochenabbauenden Zellen, den „Osteoklasten"
überwiegen. Die Knochenstruktur der Schlaghand
Boris Beckers ist deshalb eindeutig ausgeprägter
als die der anderen Hand. Jetzt nach seinem
Rücktritt wird Boris Becker automatisch an
Knochenmasse verlieren. Schließlich werden seine
Muskeln weniger gefordert werden.
Gleichzeitig, ist dies ein Beweis: Der Knochen lebt,
er gleicht einer Baustelle. Durch ständiges Auf-, Ab-
und Umbauen ist er extrem anpassungsfähig an aktuelle
Belastungen. Auch der Osteoporose kann durch
Muskelbetätigung, Bewegung also, vorgebeugt werden.
Selbst die akute Behandlung wird damit unterstützt.


Ganz wichtig dabei: Dies gilt für jedes Lebensalter!
Fachleute empfehlen deshalb täglich mindestens 45
Minuten aktive Bewegung. Sportarten wie Spazierengehen,
Wandern, Walking, Joggen oder auch Tanzen -
je nach korperlicher Konstitution - bieten sich an.

Sport

Kurz, häufig und intensiv
sollte sportliche Betätigung sein,
um die Knochen zu stärken.
(Quele: PTA-heute)

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